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Dennoch
ist Berlin anders als die typischen Metropolen. Der Reiz
der Stadt liegt nicht etwa in einer weltstädtischen
Nonchalance, wie man sie aus anderen Hauptstädten kennen
mag, sondern in ihrer atemberaubenden Vielfalt. Berlin hat
nämlich keinen unangefochtenen Mittelpunkt - weder
in ökonomischer, sozialer noch kultureller Hinsicht.
Stattdessen unterteilt sich die deutsche Hauptstadt in viele
Hotspots
Vor
20 Jahren fiel in Berlin nicht nur die Mauer, sondern auch
der Startschuss für eine
einmalige Clubkultur. Die zweite friedliche Revolution,
derer man sich dieser Tage erinnert, fand des
Nachts statt: in Kellern, Gaststätten und Lagerhallen
der moribunden DDR.
Das Stadtleben profitierte vom Leerstand, ungeklärten
Eigentumsverhältnissen, anarchischen
Zuständen. «Wir haben damals Keller aufgebrochen
und anschließend den
(DDR-)Kontaktbereichsbeamten zum Bier eingeladen»,
erinnert sich Tanith, Techno-DJ der ersten
Stunde. Mauerfall und Beginn der Technoszene hätten
«prima miteinander harmoniert».
Die Wiedervereinigung vollzog sich nicht nur auf den Straßen
Berlins, sondern auch im «Tresor»,
dem «E-Werk» und anderen Clubs. Unter dem Motto
«20 years city of change the
place to be for
music» feiern die Clubcommission Berlin und die Hauptstadtkampagne
«be Berlin» an diesem
Wochenende mit etlichen Partys zwei Jahrzehnte Gesamt-Berliner
Nachtleben.
Tatsächlich wäre die Entwicklung zur Clubmetropole
ohne den Mauerfall nicht denkbar gewesen,
sagt Tobias Rapp, «Spiegel»- Redakteur und Autor
des Buches «Lost and Sound - Berlin, Techno
und der Easyjetset». Rapp verweist auf leere Grundstücke
im innerstädtischen Bereich der
Nachwendezeit. «Ohne den Osten gäbe es das alles
nicht.» Rapp, Kenner der Szene, erklärt auch,
warum Ausgehen in Berlin heute so ganz anders ist, als noch
vor zehn Jahren: «In den 90ern stand
man mit lauter Deutschen in der Schlange vorm Club.»
Heute kämen mindestens 50 Prozent der
Gäste aus dem Ausland.
Wie die «Easyjetsetter» kamen
Berlin sei längst eine «europäische Stadt»,
die zudem vom «kenntnisreichen Publikum» profitiere,
sagt Rapp: «Eine Mischung aus Brandenburger Ravern,
der Schwulen-Community, Fashion-Victims
und Techno-Touristen». Für letztere fand Rapp
in seinem vielzitierten Buch den Ausdruck
«Easyjetset».
Mit Billigjets landen sie täglich zu hunderten an der
Spree: Clubgänger aus Rom, Paris, Barcelona.
Und nicht nur die Tanzstätten freuen sich. Burkhard
Kieker, Geschäftsführer der Berlin Tourismus
Marketing sagt: «Der Easyjetset kommt vor allem aus
romanischen Ländern, bringt viel Geld mit.
Man schläft durchaus in sehr guten Hotels, geht gut
essen.» 50 Prozent der ausländischen Gäste,
so Kieker, tauchen ein ins Berliner Nachtleben. «Früher
fuhr man mit dem VW-Bus zum
Rockkonzert, heute nimmt man den Billigflieger.»
Längst gilt etwa das «Berghain» in Berlin-Friedrichshain
als Wallfahrtsort globaler Clubgänger. Ein
britisches Musik-Magazin erklärte den mythenumrankten
Club in einem ehemaligen Heizkraftwerk
gar zum Besten der Welt. Aus den «Techno-Löchern
von einst», so DJ Tanith, sind
«Techno-Kathedralen» geworden. Beispielhaft
auch der Zusammenhalt innerhalb der Berliner
Nightlifeszene: «Wenn in den 90ern im E-Werk mal der
Wodka alle war, ging man eben rüber in den
Tresor», erinnert sich Tanith. Das «E-Werk»,
legendärer Club früher Technojahre, wird an diesem
Samstag (7.11.) für eine Party wiederbelebt. Vor zwölf
Jahren hatte der Tanztempel seine Türen
geschlossen.
Clubs als Wirtschaftsfaktor
Einst als drogenverseuchte Subkultur verschrien, ist die
Clublandschaft zum Wirtschaftsfaktor
geworden. Nadja Clarus, Referentin für Musikwirtschaft
bei der Berliner Senatsverwaltung für
Wirtschaft, verweist auf die 300 Clubs der Stadt, die 2005
einen Umsatz von rund 170 Millionen
Euro erwirtschaftet hätten. «Ein Pfund, mit dem
Berlin wuchern kann». Eine institutionelle Förderung
einzelner Locations aber gibt es nicht. Und das, obwohl
diese nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch
«Werte» schaffen, wie Clarus betont.
Zu viel Unterstützung vonseiten der Stadt aber, die
mit Kampagnen wie «be Berlin» auch für
die
Clubwelt trommelt, ist gar nicht erwünscht in der freiheitsliebenden,
dem Untergrund entwachsenen
Berliner Szene. Steffen Hack, Chef des erfolgreichen «Watergate»
Club, am Kreuzberger Spreeufer
sagt: «Ich weiß gar nicht, warum der Senat das
plötzlich alles toll findet.» Schließlich
habe dieser
mit der Entwicklung der Clubkultur nichts zu tun. «Das
lag an der historischen Situation Berlins.»
Auch drohe eine «New Yorkisierung», sollten
noch mehr Freiräume durch Investoren besetzt
werden. Dass «Wowereit und Co.» tatsächlich
Freunde der Clubs seien, davon könne man nicht
ausgehen. Der Mittvierziger (genannt «Stoffel»)
fürchtet die Verdrängung. «Der Kreis um
die Clubs
wird immer enger, irgendwann heißt es: Ihr passt nicht
mehr hierher.» Bis es allerdings so weit ist,
dürften noch viele Easyjetsetter den guten Ruf des
Berliner Nachtlebens in die Welt hinaustragen.
www.berlin-clubnacht.de
Insider
Tipps in Berlin
Weinerei:
Die Weinerei ist eine super Adresse, um wilde
Weine zu probieren und leckere Kleinigkeiten zu essen. Die
Inneneinrichtung sind Fundstücke Berliner Wohnzimmer,
von 1920 bis heute. Tagsüber gibt es saisonale Überraschungen
aus der Küche. Im Ausschank sind zwei Hausweine vom
eigenen Weingut aus dem eigenen Weingut und eine monatlich
wechselnde Weinkarte. Hier an der Veteranenstraße,
zwischen Mitte und Prenzlauer Berg, kann man perfekt seine
Tour durchs Berliner Nachtleben starten.
Bar
25: Vom Glorious Friday bis zum Piratenfest werden
hier perfekter Lage am Wasser, gegenüber des Ostbahnhofs,
coole Parties veranstaltet. Ein eigenes Restaurant mit off
road-Küche stärkt erschöpfte Tänzer
Spindler
und Klatt:
Cooles Restaurant (leckere Fusion-Küche) mit Club,
man sitzt in einer großen Halle in einem alten Kreuzberger
Industriegebäude an der Spree. Im Sommer gibt es einen
großen Freiluft-Loungebereich direkt am Wasser. Sehr
beliebt bei Mode- und anderem Szenepublikum (zur Bread &
Butter und der Fashionweek feiern hier gerne die entsprechenden
Parties statt).
Club
der Visionäre:
Bar im Szenekiez Schlesisches Tor (nachdem sich am Prenzlauer
Berg nur noch die Biedermeier-Bionade herumtreibt). Besonders
nett im Sommer, wenn sich die Mädels auf Holzpontons
in der Sonne grillen und Holzofenpizza in den Garten gereicht
wird.
Horst
Krzbrg: Club-Geheimtipp am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg.
Eine Party Reihe in diesem neuen Club kümmert sich
um anspruchsvolle Disco Fans. Was auch immer slo-mo prog
rave und robomantic cosmo disco sein soll: hier kann dazu
getanzt werden!
Diskothken
und Clubs in Berlin
Knaack
Klub
www.knaack-berlin.de
- 030 4427-060
Magnet
Club Diskothek und Club
www.magnet-club.de
- 030 44008140
Watergate
Club
www.water-gate.de
- 030 6128-0395
FELIX
ClubRestaurant
www.felix-clubrestaurant.de
- 030 301117-152
SO 36
Veranstaltungsort
www.so36.de
- 030 6140-1306
Spindler
& Klatt Diskothek und Club
www.spindlerklatt.de
- 030 6956-6775
Havanna-Club
Bar und Diskothek
www.havanna-berlin.de
- 030 7848-565
Flirt
Discothek
http://www.flirt-discothek.de/
Cassiopeia
Das
Cassiopeia liegt in Friedrichshain, Eingang durch Tor 2
auf Höhe der Revalerstaße 99. Auf dem Gelände
befindet sich ein Dance-Club, eine Bar, ein Cafe, ein Biergarten,
ein Freiluftkino, eine Skatehalle, Tischtennisplatten und
ein Kletterturm. Im Club legen täglich andere DJ s
auf und es finden Partys und kleinere Konzerte statt. Die
Musikrichtung wechselt zwischen Funk, Reggae, House, Electro,
Disco, Hip Hop bis hin zu Punkrock, Pogo, Alternative und
Hardcore. Eintritt: 4 bis 6€
Weekend
Club
Aus
den oberen Etagen des alten "Haus des Reisens"
wurde ein "Mekka für Clubbesucher" mit einer
"grandiosen Aussicht auf die Stadt". Das Publikum
besteht aus "lässig unterkühlten Mitte-Menschen"
und "euphorisierten Club-Touristen", die allesamt
von den "inneren Werten" des Clubs begeistert
sind. Die Bar wirkt "imposant" und von der "mobilen
Loungel
Last
Cathedral
Bei
der Horror - Rock - Bar Last Cathedral handelt sich sich
um eine Disko im Herzen von Berlin. Das Publikum kann man
als eher "dunkel" bezeichnen. Es werden Themenabende
veranstaltet und man kann die Bar sehr gut mit öffentlichen
Verkehrsmitteln erreichen. Parkplätze sind vorhanden.
Kaffee
Burger
Das
Kaffee Burger in Berlin liegt unweit der U-Bahn Station
Rosa Luxemburg Platz und vereint eine Tanzwirtschaft und
eine Bar. Bereits seit dem Jahr 1890 findet sich in den
Annalen an dieser Stelle ein Lokal, im Laufe der Jahre wechselten
die Bewirtschafter und der Name. Heute findet der Besucher
an dieser Stelle eine Tanzwirtschaft mit Veranstaltungsprogramm.
Im Jahr 2001 wurde das Kaffee Burger um die Burger-Bar erweitert
um dem Besucheransturm bewältigen zu können.
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